Der Clubtrainer stellt sich vor

Zuerst will ich mich beim Vorstand sowie bei allen Mitgliedern für die herzliche Aufnahme im Ruderclub Favorite Hammonia bedanken.

In den Anfangsgesprächen mit den Vertretern des Vorstands habe ich gemerkt, dass ich bei der Fari auf einen sich perspektivisch, im Leistungssportbereich entwickelnden Ruderclub getroffen bin. Mich hat überzeugt, dass ich hier sehr aktiv meine Vorstellungen und Erfahrungen  in der Trainingsarbeit, aber auch im Sportmanagement einbringen kann.

Fast mein ganzes Leben hat sich bei mir um den Rudersport gedreht. Ich komme aus  Potsdam und bin dort schon im Alter von zwölf Jahren, über das Sichtungssystem in den Schulen, für den Rudersport gewonnen worden. Bis heute bin ich auch noch Mitglied der Potsdamer Rudergesellschaft und konnte dort zuerst als Sportler und später als ehrenamtlicher Trainer überzeugen. Meine eigene, leistungssportliche Laufbahn war geprägt von Erfolgen bei DDR- Meisterschaften sowie  Spartakiaden und fand seinen Höhepunkt in der Aufnahme in die Sportschule in Potsdam. Leider dauerte mein Traum einer langjährigen, erfolgreichen und internationalen Karriere im Rudersport nur fünf Jahre, denn der Sportarzt entschied dagegen.

Nach einem Gespräch mit dem damaligen Trainer Hanno Melzer (Weltmeister 1966 im 4+) entschied ich mich im Alter von 17 Jahren, als ehrenamtlicher Trainer in Potsdam zu arbeiten. Ich bin stolz darauf, dass ich hier meine sportlichen Ziele auf einem anderen Weg erfolgreich fortsetzen konnte. Die von mir betreuten Sportler errangen Siege bei DDR-Meisterschaften und Spartakiaden und ich konnte mich über eine hohe Auszeichnung, die Ehrennadel des Deutschen Ruder-Sport-Verbandes in Bronze, freuen. Sportler der jüngsten Vergangenheit, wie zum Beispiel die Olympiasiegerinnen Manja und Kerstin Kowalski, gingen einen Trainingsabschnitt ihrer Laufbahn auch durch meine „Hände“.

Ein damaliges Angebot, meine berufliche Perspektive als hauptamtlicher Trainer im Rudersport zu suchen, schlug ich  aus. Vielmehr war es immer mein Ziel, eine berufliche Kombination aus Management und Trainer zu finden. Innerhalb von Fernstudien qualifizierte ich mich zuerst zum Technischen und später zum Diplom-Wirtschaftsingenieur. Nach langjährigen Führungsaufgaben in der Wirtschaft arbeitete ich  als Geschäftsführer in Sport- und Begegnungsstätten im Land Brandenburg. Ein Höhepunkt meiner Arbeit war die Mitwirkung im Org.-Komitee der U-23-Ruderweltmeisterschaften in Brandenburg/Havel. Meine letzte Trainerstation war in Stuttgart, wo ich schwerpunktmäßig den Aufbau einer starken Nachwuchsabteilung  entwickelte. Die Früchte meiner dortigen  Arbeit waren erste Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften sowie beim Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen.

Ich freue mich auf die perspektivische Arbeit bei der Fari, da sich jetzt  hier eine anspruchsvolle Tätigkeit als  Rudertrainer im Bereich Leistungs- und Hochleistungssport ergibt.

Gemeinsam mit dem Vorstand haben wir uns vielfältige, ehrgeizige Ziele bei der Entwicklung im Ruder -Club gestellt. Im Zusammenhang mit der Entwicklung des Leistungs- und Hochleistungssports liegt ein erster Schwerpunkt meiner Arbeit in der kontinuierlichen Nachwuchsgewinnung für den Ruder-Club. Dazu gehören Pflege und Aufbau von Netzwerken des Umfelds.

Zum Schluss noch einige private Informationen zu mir. Ich bin stolz auf die Entwicklung meiner Töchter Kathleen und Kristin. Beide meistern, im Alter von 27 und 25 Jahren, ihr Leben zu meiner vollsten Zufriedenheit. Da der Sport nicht der alleinige Schwerpunkt meines Lebens sein kann, interessiere ich mich in der Freizeit auch sehr im kulturellen Bereich. Ich lese sehr gerne Bücher aus dem Bereich Sportwissenschaft und Wirtschaft und bin oft und lange in Buchläden zu finden.

Lassen Sie uns die zukünftigen Aufgaben bitte gemeinsam meistern, ich freue mich darauf!

Steffen Schlesinger