Clubhaus

04.09.2010 - Nachbericht 6. Renntag der RBL


Fari-Achter: mit Spaß und Teamgeist zum Ligachampion!

Der RC Favorite Hammonia überholt durch einen 3. Platz im Saisonfinale auf dem Aasee in Münster den Dauerrivalen aus Karlsruhe und ist Ligachampion der 2. Ruder-Bundesliga.

Als Aufsteiger stand der Fari-Achter zwar schon nach dem 5. Renntag in Hannover fest und konnte somit in Münster befreit "aufrudern". Doch das von Trainer Kai von Warburg ausgegebene Ziel: "die Tabellenspitze zurück erobern", welche man in Hannover an Karlsruhe verloren hatte, sorgte für positive Spannung in der Mannschaft.

Um 10:08 Uhr sprang für die Fari die Ampel erstmals auf Grün und es ging in das Prestige-Duell gegen den RC Allemannia. Nach 57,91 Sekunden überquerte die Fari nach einem technisch sauberen Rennen als erste die Ziellinie und schuf sich mit dem 4. Platz im Zeitfahren eine gute Ausgangsposition für die kommenden Rennen.

Für die Gesamtwertung entscheidend war es nun, wie Karlsruhe, das sich mit einem 5. Platz im Zeitfahren direkt hinter der Fari eingereiht hatte, reagieren würde. Durch ein gewonnenes Achtelfinale wäre es möglich, schon eine frühzeitige Vorentscheidung durch ein direktes Duell im Viertelfinale zu erzwingen. Und der Plan ging auf: Nach einem deutlichen Sieg im Achtelfinale stand nun das Rennen an, welches für die Vorentscheidung sorgen sollte.

An den Startblöcken lagen der Zeitfahrsieger Hansa Dortmund, der Tabellenzweite RC Favorite Hammonia und der noch Tabellenerste Baden-Achter Karlsruhe. Die Ampel springt auf grün, alle Boote kommen gut vom Start weg, durch einen starken Übergang errudert sich die Fari einen leichten Vorsprung auf Karlsruhe und Dortmund. Es geht auf die letzten Meter, Karlsruhe scheint geschlagen, doch wer gewinnt das Viertelfinale? Die beiden Boote aus Hamburg und Dortmund laufen innerhalb eines Wimpernschlages ein. Zielfotoentscheid! Mit zwei Zehnteln liegt die Hansa vor der Fari. Doch der Baden-Achter ist distanziert und kann nicht mehr ins Geschehen um den Tagessieg eingreifen.

Von nun an hatte der Fari-Achter alles selbst in der Hand. Das Ziel war klar, man musste mindestens drei Plätze vor den Badenern landen, um den Gesamtsieg zu erreichen. So verfolgte die Mannschaft um Schlagmann Moritz Radtke geschlossen das Halbfinale der Karlsruher: Baden-Achter gegen RC Allemannia! Die Fari unterstützte die Ruderer von der Ostseite der Alster lautstark. Diese zahlten die Anfeuerungen mit einem knappen Sieg zurück und den Favoriten war der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen.

Um 19:30 Uhr wurde dann das Bundesliga-Finale eingeläutet. Die Fari trat gegen das Süd-Team aus München an, für das es gemeinsam mit dem Rüdersdorfer-Achter noch um den letzten verbleibenden Aufstiegsplatz ging. Die so unter Druck stehenden Münchner erwiesen sich als starker Gegner und passierten das Ziel knapp vor der Fari. Somit ging es im Rennen um Platz 3 wieder gegen die Hansa aus Dortmund. Hier bewies die Hamburger-Crew Nervenstärke und gewann das kleine Finale mit einer Viertellänge Vorsprung.

Trainer Kai von Warburg stellte in seiner Aufstiegsansprache an die Mannschaft vor allem den außerordentlichen Teamgeist als Schlüssel des Erfolges heraus: "Jedes einzelne Mitglied des Achters hat sich zu 100% eingebracht und es ist eine Mannschaft zusammengewachsen, die durch Spaß am Rudern und Teamgeist diesen Erfolg ermöglicht hat."

Der Fari-Achter freut sich auf die 1. Liga und verspricht den etablierten Teams einen heißen Tanz!

Bericht:
Niklas Ziegler